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Dr. Carsten Detka

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Digitale Unterstützung partizipativer pädagogischer Arbeitsprozesse in Einrichtungen der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen

 

Ausgangssituation

Ziel der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen ist, optimale Entwicklungsvoraussetzungen und -möglichkeiten zu generieren, damit Kinder und Jugendliche in dem für ihre Persönlichkeitsentwicklung so wichtigen Lebensabschnitt durch die Erzieher, Pädagogen und Therapeuten beste Chancen für den Start in ihr Erwachsenenleben erhalten. Diese große Verantwortung liegt in den Händen der pädagogischen Fachkräfte einer Hilfseinrichtung, die zum einen die pädagogisch/therapeutische Arbeit mit den betreuten Kindern und Jugendlichen für verschiedene Betreuungs- und Erziehungspartner begleiten, organisieren und dokumentieren müssen, der es einer pädagogischen Grundhaltung bedarf und die durch die Entwicklung von oft einrichtungsspezifischen Dokumentationssystemen umgesetzt wird.

Um dem hohen Dokumentationsanspruch auch zukünftig gerecht werden zu können, ist der Einsatz moderner Informationserfassung und -verarbeitung unerlässlich. Vor dem Hintergrund einer in den letzten Jahren stetigen Steigerung der Fälle mit komplexen Multiproblemlagen und den daraus resultierenden höheren Anforderungen an die Betreuungsqualität ist es notwendig die Fachkräfte auf pädagogischer und arbeitsorganisatorischer Ebene zu unterstützen. Erhöhte Anforderungen an die Beschäftigten in sozialpädagogischen Einrichtungen führten in den vergangenen Jahren zu erhöhten Belastungen, die wiederum zu frühzeitigen Austritten aus dem Beruf, erhöhten Krankenständen und Fluktuation führten.

Ziel des Forschungsprojekts

Im Rahmen des Projekts sollen Methoden zur Bearbeitung pädagogischer Herausforderungen und der Belastungsoptimierung von Arbeitsabläufen in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen und in Kitas entwickelt werden. Hierbei werden insbesondere zur Analyse und Dokumentation der Zusammenhänge von soziokulturellen Einflüssen und der biografischen Entwicklung in den individuellen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen entwickelt, sowie deren Einflüsse auf Interaktionen aller beteiligten Akteure untersucht. Die IT-basierte Methoden ermöglichen den pädagogischen Fachkräften eine individuelle Sicht auf das Leben der Kinder. Mit Hilfe der prototypisch entwickelten Software können schlussendlich Chancen und Herausforderungen in pädagogischen Situationen und Prozessen abgebildet werden, Entwicklungspotenziale erkannt und individuelle Hilfepläne erstellt werden.

Gesellschaftlicher Mehrwert

Neben den Projektpartnern der Hilfeeinrichtungen sollen die entwickelten Instrumente einer breiten Zielgruppe zugänglich gemacht werden. Hierzu steht bereits zur Projektlaufzeit ein breites Netzwerk an interessierten Einrichtungen zur Verfügung, das noch um Netzwerke der Gewerkschaften erweitert wird. Um auch die technische Verwertung durch eine funktionsfähige, robuste und datenschutzkonforme IT-basierte Umsetzung der im Rahmen des Projekts modellhaft entwickelten Unterstützungsinstrumente sicherzustellen, wurde eine Kooperationsvereinbarung zur langfristigen Entwicklung und Wartung mit IT-Dienstleistern, die die notwendigen Kompetenzen für diese Anforderungen mitbringen, abgeschlossen. Die erzielten Forschungsergebnisse werden von den beteiligten Forschungspartnern in aktuellen Projekten weiter genutzt und gehen im Bereich der akademischen Aus- und Weiterbildung direkt in aktuelle Lehrveranstaltungen, insbesondere zur Kompetenzvermittlung im Bereich Pädagogik und sozialer Arbeit, ein.

Alle Informationen zum Projekt und den Projektpartnern finden Sie hier!