PANIWO

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Prof. Dr. Michael Fellmann

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Neue Partizipationsformate zur integrierten Gestaltung von Produkt- und Arbeitsinnovationen durch die „Community of Work“

 

Ausgangssituation

Mit der „Digitalisierung“ der Arbeit stehen Wirtschaft und Gesellschaft an einer ähnlichen Schwelle wie zu Beginn der industriellen Revolution. In Bezug auf die Arbeit bringt die Digitalisierung große Spielräume mit sich, da sich alte Muster der zeitlichen, räumlichen und hierarchischen Organisation der Arbeit auflösen. An ihre Stelle tritt eine große Flexibilität hinsichtlich der Arbeitszeiten und -orte sowie der Inhalte und Werkzeuge. Bedingt durch die gleichzeitig steigende Komplexität und Vernetzung heutiger Arbeitsprozesse kann eine motivierende und gesundheitsfördernde Arbeitsgestaltung dabei nicht mehr durch einen „zentralen Planer“ wie eine HR-Abteilung gelingen.

Ziel des Forschungsprojekts

Ziel von PANIWO ist es, eine übertragbare Methode und Plattform zur Bottom-up getriebenen, integrierten Gestaltung von Produkt- und Arbeitsinnnovation zu entwickeln und in KMU zu erproben. Die Rolle der Mitarbeiter wird damit aufgewertet, indem diese selbst zu Innovationstreibern werden und zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens beitragen. Gleichberechtigt zu Produktinnovationen, die für viele KMU in wettbewerbsintensiven Märkten überlebensnotwendig sind, soll dabei auch die Gestaltung der Arbeit berücksichtigt werden. Die Nutzung von innovativen Beteiligungsformaten wie Innovationsprojekten in Kombination mit neuartigen, Crowdworking-basierten Bewertungsmethoden wie Social Forecasting auf den Kontext der integrierten Produkt- und Arbeitsgestaltung wurde bisher nicht erprobt und stellt eine Pionierarbeit dar. Es soll daher in einem Anwendungsszenario unter Einbeziehung von ACCAS und GROB erprobt werden, ob diese Formate und Bewertungsmethoden tatsächlich in der Praxis anwendbar sind. Zur Beantwortung dieser Frage soll eine praxisgerechte Methode und Partizipationsplattform konzipiert werden, die eine modellhafte Anwendung in KMU erlaubt. Sie kann auch nicht vom Management oder durch etablierte Formen und Strukturen der betrieblichen Mitbestimmung alleine getragen werden. Es ist vielmehr erforderlich, dass eine breite Einbindung der Mitarbeiter im Sinne einer „Community of Work“ stattfindet, die ihre individuelle, digitalisierte Arbeitswelt in Bezug auf die Arbeitsprozesse und -produkte verantwortungsvoll und kooperativ mitgestaltet. Bisher haben sich solche Bottom-up-Strategien allerdings vornehmlich auf die Gewinnung von Produktideen beschränkt. Das Innovationspotenzial im Bereich der Arbeitsgestaltung und -organisation wurde bisher kaum betrachtet.

Gesellschaftlicher Mehrwert

Durch die Anwendung der Methode und Plattform bei den Praxispartnern sollen Erkenntnisse zum Nutzen der innovativen Beteiligungsformate zur integrierten Gestaltung von Produkt- und Arbeitsinnovationen gezogen werden. Die Methoden und Werkzeuge werden im Erfolgsfalle durch den Marktzugang des Konsortiums den breiten Einsatz der Mitarbeiterpartizipation in KMU ermöglichen, damit diese trotz globalem Wettbewerb arbeitnehmerfreundlich, innovativ und produktiv bleiben.

Alle Informationen zum Projekt und den Projektpartnern finden Sie hier!