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Dr. Evi Kneisel

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Innovative Wissensräume – Wissenstransfer und Wissensgenerierung in virtuellen Teams

 

Ausgangssituation

Aufgrund aktueller wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Trends, z. B. Globalisierung, Digitalisierung und Wissensintensivierung der Märkte, sind mittelständische Unternehmen mit radikalen Veränderungen konfrontiert (Astor et al. 2016; Bäumer/Pawlowsky in Druck; Welter et al. 2014). Beispiele sind dynamische und ungewisse Marktentwicklungen, eine zunehmende Wissensintensivierung von Dienstleistungen sowie die Entgrenzung und Virtualisierung des Arbeitsumfeldes (Cordes/Gehrke 2015; Garrel/Vorbröcker 2016). Um in diesem volatilen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen schnell und flexibel auf wandelnde Anforderungen reagieren und Veränderungen zeitnah antizipieren (Ludwig et al. 2016; Schulz/Riedel 2016).

Ziel des Forschungsprojekts

Ein ganzheitlicher Ansatz, der alle drei Komponenten (Mensch, Technik und Arbeitsorganisation) für die Verbesserung des Wissenstransfers und der Wissensgenerierung in virtuellen Teams berücksichtigt, setzt voraus, dass informationstechnische Lösungen (z. B. innovative virtuelle Kollaborationstools), innovative Teamarbeitskonzepte (z. B. mentale Teammodelle) sowie neue Wissenstransferansätze (z. B. Transaktive Wissenssysteme) Hand in Hand gehen. Um die gemeinsamen Projektziele zu realisieren, ist eine interdisziplinäre Bündelung der verhaltenswissenschaftlichen Forschungsaktivitäten des Lehrstuhls für Personal und Führung der TU Chemnitz mit den informationstechnischen Forschungsschwerpunkten der FOM Hochschule Kassel, Professur Wirtschaftsinformatik, sowie den praktischen Erfahrungen und dem Handlungsbedarf der mittelständischen Verbundpartner erforderlich. Für die Umsetzung des Vorhabens wird auf einen soliden Fundus an empirisch gestützten und theoretisch abgeleiteten Konzepten aus eigenen Vorarbeiten und aus dem aktuellen Stand der Forschung zurückgegriffen. Dies erfordert den zunehmenden Einsatz agiler Formen der Arbeitsorganisation. Eine Arbeitsform, die besonders im Dienstleistungsbereich, dem bedeutendsten Wirtschaftssektor der Bundesrepublik, verbreitet ist und der in den verbundenen Unternehmen Pumacy Technologie AG, Sycor AG und CTI Consulting GmbH (Verbundpartner) eine zentrale Rolle zukommt, ist die Zusammenarbeit in räumlich verteilten Teams (virtuelle Teamarbeit). Der Einsatz von verteilt arbeitenden (virtuellen) Teams ermöglicht es, schnell und agil auf Marktgegebenheiten zu reagieren und über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg tätig zu sein (vgl. Friedrich 2016). Gleichzeitig können so Arbeitnehmer beschäftigt werden, die aufgrund ihrer familiären Situation sonst nicht am Erwerbsleben teilhaben könnten.

Gesellschaftlicher Mehrwert

Der im Rahmen des Projektes erstellte und evaluierte Maßnahmenkatalog für die Optimierung des Wissenstransfers in virtuellen Teams kann direkt weiterverwendet werden, sodass eine unmittelbare wirtschaftliche Anschlussfähigkeit der Projektergebnisse gegeben ist. In zahlreichen Vorgesprächen wurde von Seiten der Praxis massives Interesse an dem in diesem Projekt verfolgten Ansatz signalisiert. Es wurden bereits Gespräche mit Multiplikatoren wie bsp. dem ITNetzwerk e.V. sowie der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. geführt. Sie haben großes Interesse, die Ergebnisse aus dem Projekt den Mitgliedsunternehmen zur Verfügung zu stellen. Beide Organisationen fokussieren ihre Arbeit insb. auf mittelständische Unternehmen. Die Verbundpartner Pumacy Technologies AG, Sycor AG und CTI Consulting GmbH werden die entwickelten Maßnahmen implementieren und als Multiplikator die Beratungs- und Schulungsangebote ergänzen.

Alle Informationen zum Projekt und den Projektpartnern finden Sie hier!