PersonA

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Prof. Dr. Jens Pöppelbuß

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Entwicklung eines Privatsphäre-Management-Systems für personalisierte Assistenzsysteme in Produktion und Service

 

Ausgangssituation

Digitale Assistenzsysteme, die als Wearables, bspw. in Form von Augmented-Reality-Brillen oder Smart Watches am Körper getragen werden, können im Arbeitsalltag personenbezogene und sensible Daten in vielfältiger Form erheben. Hierzu zählen bspw. Daten zu Bewegungsabläufen und Körperfunktionen von Beschäftigten sowie Foto-, Video- und Tonaufnahmen aus ihrem unmittelbaren Umfeld. Die Potenziale dieser Daten, um individuelle Unterstützungsbedarfe durch eine Personalisierung der Assistenz passgenau zu adressieren, werden bislang nur eingeschränkt genutzt. Vielmehr werden entsprechende Daten bislang häufig nur zur Erfolgskontrolle von Prozessschritten, nicht aber zur Fehlervermeidung, Personalentwicklung, Optimierung von Prozessen oder gar Minimierung von Sicherheitsrisiken eingesetzt. Grund dafür sind unter anderem Fragen der Privatsphäre und Datensicherheit, die bei Beschäftigten Bedenken hervorrufen.

Ziel des Forschungsprojekts

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines Privatsphäre-Management-Systems für personalisierte Assistenzsysteme in Produktion und Service (PersonA-System). Der Anspruch an das zu entwickelnde System ist zu einem, dass es eine personalisierte digitale Assistenz in Produktion- und Serviceprozessen ermöglicht. Zum anderen ist die Rechtskonformität im Allgemeinen und die Privatshäre des Personals zu wahren. Die zentralen Ansätze des zu schaffenden Systems sind Privacy Control (mitarbeiterbestimmter Privatbereich) und Privacy-by-Design (rechtskonforme Datenerhebung und -verarbeitung). Hierdurch sollen die theoretisch zu erwartenden Vorteile einer personalisierten Assistenz – für das Unternehmen und einzelne Beschäftigte – auch in der praktischen Umsetzung möglichst gut, aber unter Berücksichtigung der individuellen Anforderungen einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter realisiert werden. Die Anwendungsfälle für die Konzeptualisierung und prototypische Implementierung des PersonA-Systems liefern sogenannte Wearables, einschließlich AR-Brillen, Smart Watches und Smart Clothing in Produktions- und Serviceprozessen. In der Praxis steht und fällt der Erfolg digitaler Assistenzsysteme zum einen mit der Akzeptanz seitens der Beschäftigten und zum anderen mit der Rechtskonformität der entwickelten Lösungen. Mit dem PersonA-Projekt soll ein Privatsphäre-Management-System für die Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten im Rahmen von personalisierten Assistenzsystemen geschaffen werden, das sowohl die Akzeptanz von Beschäftigten steigert als auch die Rechtskonformität gewährleistet und überdies auf unterschiedlichen Branchen sowie Arbeitsprozesse anwendbar ist.

Gesellschaftlicher Mehrwert

Im Ergebnis schafft das PersonA-System mehr Akzeptanz für den Einsatz innovativer digitaler Assistenzsysteme bei gleichzeitiger Wahrung datenschutzrechtlicher Vorgaben. Die Projektergebnisse sollen die Akzeptanz und den Nutzen von digitalen Assistenzsystemen in der Industrie erhöhen und damit zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie beitragen. Die beteiligten Unternehmenspartner werden die erzielten Ergebnisse wirtschaftlich verwerten und langfristig weiterentwickeln. Für die Anwendungspartner wird sich bereits durch die Pilotprojekte eine Weiterentwicklung ihrer Fertigungs- und Service-Prozesse ergeben, von denen sie und ihre Mitarbeiter unmittelbar profitieren.

Alle Informationen zum Projekt und den Projektpartnern finden Sie hier!